Robert Schindel in der Tammerburg - Jänner 2006


Schindel, geboren 1944 in Bad Hall bei Linz, überlebte als Kind jüdischer Kommunisten den Nationalsozialismus als "Asozialenkind" in einem NS-Wohlfahrtsheim in Wien. Von 1961 bis 1967 war Schindel selbst auch aktives Parteimitglied der KPÖ. 1967 holte er sein Abitur nach, studierte Philosophie und engagierte sich als Aktivist der 68er-Bewegung . Daneben entstanden Arbeiten für Film, Fernsehen und Rundfunk. Seit 1986 arbeitet er als freier Schriftsteller in Wien. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter den Erich-Fried-Preis 1993 und den Eduard-Mörike-Preis 2000.

Mit seinem nun auch verfilmten Roman Gebürtig, verfasste der Schriftsteller ein eindrucksvolles Dokument über Leben und Ängste der jüdischen Nachkriegsgeneration. Deren höchst verschiedene Umgangsweisen mit ihrer eigenen
Biographie und ihrer Familiengeschichte stehen hier im
Mittelpunkt.

Bei seiner Lesung in Lienz liest er weiters aus
?mein liebster Feind? und ?Wundwurzel?.