buchstäblich ins ohr


ERIKA PLUHAR
Mittwoch, 09.12.2009
Ort: Aula BG/BRG Lienz


Ein Abend mit Erika Pluhar
In "ER" beschreibt Erika Pluhar die Reise eines Mannes zu sich selbst

In vollen Zügen genießt Emil Windhacker, beruflich und gesellschaftlich gut situiert, das Leben eines Mannes in den besten Jahren. Doch ein Laborbefund bringt diese Welt plötzlich ins Wanken. Die ihm bislang fremden Gefühle von Schwäche und Versagen machen ihn nachdenklich. Er begibt sich auf die Reise zu sich selbst. Durch die Begegnung mit der Schauspielerin Marie Liebner beginnen sich die Ereignisse zu überstürzen.

Erika Pluhar beschreibt drei Tage im Leben eines Mannes. Aus der subjektiven
Perspektive Emils vollzieht Pluhar eine genaue Abrechnung mit der männlichen
Sicht auf die großen Lebensthemen Liebe, Krankheit und Tod. Poetisch,
humorvoll, erzählerisch dicht und zutiefst berührend schildert die Autorin die
Geschichte einer späten Einsicht.


ER bildet den Mittelpunkt des abwechslungsreichen Abends, den die vielseitige
Künstlerin mit einem Querschnitt aus ihrem literarischen Schaffen bereichert,
mit a cappella gesungenen Liedern und freigesprochener Lyrik. In der
anschließenden Signierstunde können die Besucher die berühmte Schauspielerin
hautnah erleben.


Josef Winkler
Mittwoch, 23.09.2009
Ort: Gasthof Goldener Fisch
Zeit: 20:00 Uhr
Kartenvorverkauf: Hypobank Lienz


Seit seinem letzten Auftritt in Lienz wurde sein Schaffen mehrfach ausgezeichnet:
2005 erhielt er den Premio Lateral für ausländische Autoren in Madrid , sowie den Franz Nabl- Preis, den Literaturpreis der Stadt Graz
2007 den Großen Österreichischen Staatspreis
2008 den Georg - Büchner Preis, die wichtigste deutsche Literaturauszeichnung
In der Begründung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung heißt es: »Josef Winkler hat auf die Katastrophen seiner katholischen Dorfkindheit mit Büchern reagiert, deren obsessive Dringlichkeit einzigartig ist. Was Winkler seit seinem ersten Roman Menschenkind (1979) in einer barock-expressiven Sprache immer neu anklagt, bildet zugleich das produktive Element einer Hassliebe, in der Blasphemie und Frömmigkeit, Todessehnsucht und Todesangst sich zu einem bewegenden Abgesang auf eine untergehende Welt vereinen.«

In Lienz wird Winkler die diesjährige Klagenfurter Rede zur Literatur, die er in einen gewaltigen Rundumschlag gegen die Geldgier und moralische Verkommenheit der Mandatsträger verwandelte, lesen.

»Für Wirbel zu sorgen blieb mit Josef Winkler der älteren Generation vorbehalten, der in seiner Eröffnungsrede die Mißstände in seiner Heimat politisch-poetologisch geißelte, daß den Honoratioren ganz schwindelig wurde.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

Cornelia Niedermeier, Der Standard, dazu:
Seit Jahren sorgte kein Text, der in Klagenfurt gelesen wurde, für ähnliche Aufmerksamkeit. In einer in Österreich lange nicht gehörten Direktheit verband Josef Winkler in der Klagenfurter Rede zur Literatur eine hochpoetische Bildsprache mit einer zornigen Anklage der Kärntner Politik und ihrer Protagonisten.«